
Drei weitere Athletinnen der LG Bünde-Löhne haben noch Chancen.
Die äußeren Bedingungen mit Regenschauern und Kälte bei den Westfalen-Meisterschaften im Mehrkampf im Arena-Sportpark in Düsseldorf waren nicht gut. Außerdem mussten einige Disziplinen in die angrenzende Sporthalle verlegt werden.
Die Weitsprunganlage war unterirdisch, für solch qualitativ hohe Meisterschaften nicht geeignet. Nach hinten heraus stieg die Sandgrube nach oben an. „Man sprang quasi bergauf.
Die Trainer waren sich einig, das da 30 bis 40 Zentimeter verloren gingen“, sagt Trainer Steffen Biermann von der LG Bünde-Löhne, die mit mehreren Aktiven angereist war.
Am besten mit diesen nicht optimalen Bedingungen kam Sarina Brockmann (Frauen) klar, die mit 5190 Punkten die DM-Norm von 4700 Punkten deutlich knackte und sich für die Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften Ende August in Hannover qualifizierte. Alle andere scheiterten daran und wollen Ende Juni bei den OWL-Meisterschaften in Blomberg einen neuen Anlauf für die DM-Quali nehmen.
„Efi Siggemann bei der W14, Nina Wältz bei den Frauen und Maria Sauer bei der U20 sollten das dann schaffen“, ist das Trainer-Duo Steffen Biermann und André Düsterhöft sehr optimistisch. „Der Wettkampf von Sarina war okay ohne leistungsmäßige Ausreißer nach oben. Ihre sportlichen Highlights waren die 800 Meter und der Speerwurf. Jetzt werden wir in den nächsten Wochen vernünftig trainieren und uns auf die DM vorbereiten“, sagt Düsterhöft.
Auch Nina Wältz bei den Frauen, die nach ihrem verletzungsbedingten Seuchenjahr 2025 wieder auf einem sehr guten Weg ist, an ihr einstiges Leistungsniveau heranzukommen, wird in Blomberg noch die DM-Norm von 4700 Punkten zugetraut. „Dann sind wir rund sechs Wochen weiter im Training“, sind beide Trainer zuversichtlich.
In Düsseldorf war André Düsterhöft vor allem mit ihren Leistungen im Hochsprung, Kugelstoßen und über die 800 Meter zufrieden. „Die 1,64 Meter im Hochsprung waren sehr gut, an den 1,68 Meter ist Nina knapp gescheitert“, sagt Düsterhöft. Den Speerwurf Wettbewerb absolvierte Nina Wältz mit Beschwerden im Knie, da geht noch mehr.
Bei Efi Siggemann in W14 ist Düsterhöft sehr sicher, dass sie die DM-Quali noch schafft. Ihr fehlten nur 22 Punkte an der DM-Norm von 3425 Punkten. Sie habe sich in Düsseldorf sehr gut verkauft und über 100 und 800 Meter neue Bestleistungen aufgestellt.
„Bei diesen Bedingungen war das gut, ich bin mit ihr sehr, sehr zufrieden“, sagt Düsterhöft. Nele Hurlbrink sollte in ihren ersten Siebenkampf hineinschnuppern und stellte über 100 Meter und im Speerwurf gleich neue Bestmarken auf. Der Hammer waren aber
die abschließenden 800 Meter in 2:50,48 Minuten (das erste Mal unter drei Minuten), über die Nele ihre alte Bestmarke gleich um ca. 30 Sekunden pulverisierte. „Das war der absolute Burner, da geht einem als Trainer das Herz auf. Sie hat alles aus sich heraus geholt, ihre letzten Körner auf der Bahn gelassen und war anschließend total platt“, schwärmten Düsterhöft und Biermann von diesem 800-Meter-Lauf der Nele Hurlbrink.
Mut macht den Coaches auch Neuzugang Maria Sauer, die zu Beginn des Jahres vom LAZ Regio Herford zur LGBL kam. „Sie ist dort schon gut ausgebildet worden und wird bei uns mit neuen Trainingsinhalten und Motivation einen weiteren Schub bekommen“, sagt Biermann. Die 17-Jährige absolvierte einen guten ersten Wettkampf-Tag, bekam am Abend Fieber und war tags darauf körperlich schlapp. So blieb sie im Speerwerfen ohne gültigen Versuch, trat zum 800-Meter-Lauf auch nur an, um nicht disqualifiziert zu werden. Nach ein paar Schritten hörte sie bereits auf.