Viele Top-Platzierungen der LGBL-Aktiven bei Westfalenmeisterschaften.

Es geht Schlag auf Schlag. Die Leichtathleten und Leichtathletinnen von der LG Bünde-Löhne sind Wochenende für Wochenende in den Stadien bei Wettkämpfen unterwegs und bringen immer auch Titel, sehr gute Platzierungen und neue persönliche Bestleistungen mit – und einige auch ein Ticket für Deutsche Meisterschaften.
Diesmal hatte Maria Sauer eines im Gepäck. Über die 100 Meter Hürden knackte sie bei den Westfalenmeisterschaften in Gladbeck die DM-Norm (15,20 Sek.) bereits im Vorlauf mit 14,80 Sekunden. Das war auch gleichzeitig eine neue Bestzeit für sie, die sie im Endlauf dann noch mal auf 14,66 Sekunden verbesserte und Zweite wurde.

Der Vize-Titel bei den Westfalenmeisterschaften. Sie ging auch noch im Hochsprung und Weitsprung an den Start. Über der Latte wurde sie mit 1,54 Meter Sechste und in der Sandgrube flog sie auf 5,20 Meter und den 5. Platz.
Die zweite Löhner Athletin war Efi Siggemann in der W14. Über die 80 Meter Hürden lief sie im Vorlauf mit starken 12,73 Sekunden eine neue persönliche Bestzeit, im Endlauf wurde sie in 12,91 Sekunden Sechste. Da ist sie quasi im Startblock sitzen geblieben und nicht explosiv weggekommen. Auf den Vize-Titel bei diesen Westfalenmeisterschaften warf Efi den Speer mit 29,24 Meter. „Ich bin mit den Leistungen der beiden Mädel sehr zufrieden“, sagt Trainer André Düsterhöft. Zu berücksichtigen bei den Leistungen ist nämlich auch, dass an beiden Wettkampf-Tagen im Stadion in Gladbeck ein Wind-Chaos herrschte. Extremer Rückenwind oder Gegenwind. Das waren schon erschwerte Bedingungen für die Aktiven. Die 4 mal 100 Meter Staffel bei der weiblichen Jugend U16 mit Lilli Banze, Efi Siggemann, Nele Hurlbrink und Lilli Schwarze wurde in 53,06 Sekunden Zehnte. Zwei Wechsel haben sehr gut geklappt, zwei weniger gut.
Bei den Bünder Athleten und Athletinnen überzeugten wie erwartet die Northoff-Geschwister. Timo wurde bei den Männern Westfalenmeister im Kugelstoßen mit 17,10 Meter. Damit schaffte er die B-Norm für die Deutschen Meisterschaften. Die A-Norm liegt bei 18,80 Meter. Zweiter wurde der Löhner Trainer Steffen Biermann, den es ab und an in den Füßen und Armen juckt, er den Wettkampf sucht. Der 34-Jährige stellte mit 14,77 Meter im Kugelstoßen eine neue persönliche Bestmarke auf. In der Weitsprung-Grube landete er mit Saisonbestleistung von 6,47 Meter auf dem 4. Platz und im Diskuswerfen mit der 2-kg-Scheibe wurde er Dritter mit 40,57 Meter. Ebenfalls Saisonbestleistung.
Auch mit dem Diskus, allerdings leichter (1 kg), holte sich Pia Northoff (Frauen) den Westfalenmeister-Titel mit 49,22 Meter. „Damit war sie nicht zufrieden, da geht eindeutig mehr“, sagt Trainer René Johanning. Diese Weite reichte noch nicht für ein DM-Ticket. Die B-Norm liegt bei 51,00 Meter und die A-Norm bei 56,00 Meter. Neben diesen beiden Westfalenmeister-Titeln der Northoff-Geschwister gab es für die Bünder Aktiven noch weitere Erfolgserlebnisse. Einen Westfalenmeister-Titel gab es noch für Levi Schmitz (M14) im Hochsprung mit sehr guten 1,71 Meter. Und das war gleichzeitig eine neue Bestmarke, ebenso wie für Bennett-Luuk Mylius mit 1,56 Meter (5. Platz). Das war fast ein Quantensprung, denn die alte Marke lag bei 1,40 Meter. „In diesem jungen Alter so hoch zu springen ist schon krass. Levi ist ein Rohdiamant, da ist noch viel Potenzial nach oben“, sagt Trainer Sven Hülshorst. Schmitz kam im Herbst vergangenen Jahres von der TG Ennigloh zur LG Bünde-Löhne.
Mylius stellte mit 23,86 Meter (14. Platz) auch im Speerwurf eine neue persönliche Bestmarke auf. Der Hochsprung war aus Bünder Sicht das sportliche Highlight in Gladbeck, denn auch Tim Seibel stellte bei der M15 mit 1,65 Meter (4. Platz) eine neue Bestleistung auf. Ebenso im Speerwurf mit 34,89 Meter (9. Platz). „Im Hochsprung ist bei Tim noch einiges mehr möglich. 1,70 bis 1,75 Meter sind in dieser Saison noch drin“, sagt Sven Hülshorst. Als Vielstarter unterwegs war Ben Lennart Beckhoff (U20). Zum Sieg reichte es in keiner Disziplin, aber zu vorderen Platzierungen. Im Kugelstoßen wurde es mit 12,70 Meter der 2. Platz, im Weitsprung mit neuer Bestleistung von 6,23 Meter der 3. Platz, im Hochsprung mit 1,69 Meter der 4. Platz und über 100 Meter in 11,58 Sekunden der 7. Platz.
Über die 110 Meter Hürden war es chaotisch bei ihm. Im Vorlauf trat er auf die letzte Hürde, fiel vom 2. auf den 5. Platz zurück, stellte mit 16,39 Sekunden aber dennoch eine neue Bestleistung auf. Im Endlauf packte er in eine Hürde, um nicht zu stürzen – und das hatte eine Disqualifikation zur Folge. „Im Training passt es meist mit der Schritt-Folge, im Wettkampf dann nicht. Daran müssen wir noch arbeiten“, sagt Trainer Johanning. Eine neue Bestmarke stellte Ben Jorin Bunte (U18) mit 1,69 Meter im Hochsprung auf und Fiona Hemke (Frauen) über 400 Meter in 64,52 Sekunden. Weitere Top 5 Ergebnisse: 2. Platz für Luka Blanke (Männer) über 110 Meter Hürden in 16,96 Sekunden. Im Vorlauf stellte er in 16,77 Sekunden eine neue Bestleistung auf. Dritter im Stabhochsprung mit 4,20 Meter wurde Aaron Thieß bei den Männern.
Insgesamt waren an beiden Tagen bei den Westfalenmeisterschaften in Gladbeck etwa 1000 Athletinnen und Athleten am Start und viele lieferten dabei zahlreiche tolle Leistungen ab. Es gab viele Qualifikationen zu den Deutschen Meisterschaften und persönliche Bestleistungen. Hubert Funke als Sportwart des FLVW war am Ende sehr zufrieden mit den Leistungen: „Im Vergleich zu den Vorjahren können wir bei den Leistungen in allen Altersklassen einen deutlichen Leistungsanstieg feststellen, insbesondere bei den U18 und U16 ist mittlerweile wieder ein sehr gutes Leistungsniveau zu verzeichnen.“