Torsten Hülsemann, Deutscher Mannschaftsmeister der Highland Games zu Besuch in Löhne

 

Ab auf die A2, es folgen 45 Minuten Fahrt, und schon ist er bei Rüdiger Pudenz zu Gast bei Freunden im Werretalstadion: Der 1976 geborene Torsten Hülsemann aus Barsinghausen (Niedersachsen) kam am Samstag als Deutscher Mannschaftsmeister im Wettbewerb der Highland Games nach Löhne.

"Um mit Rüdiger an meinen Fähigkeiten als Kugelstoßer zu arbeiten und ein paar Stunden zu trainieren", dafür nehme er die Dreiviertelstunde auf der A2 gerne in Kauf, sagte der Mehrkämpfer, der sich sogleich im Kilt und zum Hammerwurf-Foto präsentierte. Hülsemann und Pudenz kennen sich schon sei den 1990er Jahren, 2005 erzielte Pudenz im Diskus mit 49,02 Metern den bis heute gültigen Platzrekord in Lauenau (Niedersachsen), wie Hülsemann anerkennend berichtet. Derweil er mit seinem "To-be-Strong-Team" aus Barsinghausen begann, an den aus Schottland stammenden Highland-Games teilzunehmen. Mitte der 2000er Jahre schwappte die Welle der in Schottland mittlerweile Kultstatus erlangten Highland-Games auch nach Deutschland über, es gibt seit 2007 hier Wettkämpfe und seit 2009 auch offizielle Deutsche Meisterschaften.

Hülsemann liebt diese Wettkämpfe, die unter anderem aus Baumstamm-Slalom, Strohsack-Hochwurf und dem Hammerwurf bestehen, und das ist nichts für Leichtgewichte. "Beim letzten Baumstamm-Slalom (auf YouTube sind einige Wettbewerbe entsprechend zu bewundern) ist meinem Vordermann ein Baumstamm etwas verrutscht, so dass ich auf meiner Schulter nun die Auswirkungen spüre", sagt er und zeigt die Blessur. "Da ist Geschicklichkeit gefordert, und jede Menge Kraft." Die trainierte er sich in den drei Stunden in Löhne auch an, das nächste Ziel für den Niedersachsen ist dann doch etwas für "Leichtgewichte": Im Oktober findet in den Vereinigten Staaten von Amerika die Leichtgewichts-WM statt, ab 90,8 Kilo Körpergewicht ist der Athlet zugelassen. Auch deswegen war Hülsemann in Löhne: Abspecken! Bevor es wieder auf die A2 Richtung Hannover ging.